Datograph Flyback – alt vs. neu

Der Datograph Flyback, seit 1999 in der Kollektion von A. Lange & Söhne verankert, ist sicher eines der bekanntesten Modelle der Glashütter Uhrenmanufaktur. Und es war das erste, von Grund auf im eigenen Haus konstruierte Chronographenkaliber.

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Der Datograph kann zu Recht als einer der besten Chronographen bezeichnet werden, die es auf dem Markt gibt. Technische Finessen wie das Großdatum, das Schaltrad, der Flyback-Mechanismus oder der exakt springende Minutenzeiger des Chronographen sind in den Kalibern L951.1 beim alten und L951.6 beim neuen Datographen realisiert worden. Und das in höchst ästhetischer Art und Weise.
IMG_4786Mehr zu den technischen Finessen habe ich hier in diesem Blog geschrieben:

Die technischen Finessen des Datograph Flyback

Im Jahr 2012 dann, nach dreizehn Jahren im Programm, brachte A. Lange & Söhne einen runderneuerten Datographen heraus.
IMG_4784Auf den ersten Blick fallen das geänderte Zifferblattdesign und die Gangreserveanzeige bei 6 Uhr auf, die dem neuen Modell den Zusatz „Auf & Ab“ verleiht. Auf dem Zifferblatt fehlen die römischen Zahlen. Insgesamt wirkt es frischer und jünger.
IMG_4783 IMG_4782Im direkten Vergleich der beiden Datographen-Generationen fällt das um etwas mehr als 1 mm größere Gehäuse auf.
IMG_4799Die Anzahl der Werkteile stieg von 405 Einzelteilen beim Kaliber L951.1 auf 451 Einzelteile bei neuen Kaliber L951.6. Dieses Mehr an Einzelteilen ist vor allem der Gangreserveanzeige geschuldet.
IMG_4806Auf den ersten Blick also vorwiegend optische Retuschen und eine neue Gangreserveanzeige, die bei einer Handaufzug-Uhr sehr sinnvoll ist?
Lange wäre nicht Lange, wenn das alles gewesen wäre. Der Blick auf die technischen Details verrät weitere Änderungen, die einer konsequenten Optimierung der Uhr und vor allem des Uhrwerkes geschuldet sind. Die Gangreserve stieg von 36 Stunden auf 60 Stunden, die Anzahl der Lagersteine um sechs auf insgesamt 46.
Dabei blieb das neue Kaliber erstaunlicherweise mit 6,5 mm genauso hoch wie der Vorgänger.
IMG_4802Doch man erkennt die Detailoptimierungen der Uhr erst wenn man sich die Rückseiten der beiden Modelle intensiv anschaut, was nebenbei bemerkt ein wahres Vergnügen ist.
In der Folge gehe ich auf die sichtbaren technischen Unterschiede der beiden Kaliber näher ein.

Lange verwendet im alten Datograph eine Schraubenunruh und eine Spirale, die nicht inhouse ist.

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Im neuen Datograph hingegen wird eine Exzenter-Unruh und eine freischwingende Lange-Spirale verwendet.

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Im Kaliber L951.6 finden sich weitere Optimierungen, die ich in den folgenden Vergleichsbilder (jeweils L951.1 links und L951.6 rechts) darstellen werde:

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Abschließend zeige ich die alte und die neue Generation des Datograph Flyback in einigen vergleichenden Bildern.
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In meinen Augen ist A. Lange & Söhne etwas sehr schweres sehr gut gelungen: die Modernisierung eines Klassikers, ohne dessen Status als Klassiker zu zerstören.
Sinnvolle und stilsichere Optimierung dort, wo es sinnvoll und angebracht war gepaart mit dem Erhalt von wesentlichen Stilelementen, welche die Datographen unverwechselbar machen.
Vom alten wie vom aktuellen Datographen existieren, neben den Platinmodellen, auch Modelle im Goldgehäuse.
Im Fall des neuen Datographen ist dies die reizvolle Rotgoldvariante mit schwarzem Blatt.
A.-Lange-Sohne-Datograph-Up-Down-Pink-Gold-2015-3[1] A.-Lange-SIHH-2015-Datograph-AUFAB-header[1] ALS_405_031_M04_a6-1500[1]Alle Varianten des Datographen Flyback, alt wie neu, habe ich hier in diesem Blog dargestellt:
A. Lange & Söhne – Datograph Flyback
Manch einer wird den alten Datographen mit seinen römischen Ziffern und dem vielleicht etwas sympathischeren Gesicht favorisieren, andere den neuen Datographen mit seinen unbestrittenen technischen Vorzügen. Ganz gleich welche Generation man besser finden mag, eines eint sie alle: die Faszination und die Begeisterung für einen der besten Chronographen unserer Zeit: den Datograph Flyback von A. Lange & Söhne.

A. Lange & Söhne @ Watches & Wonders 2015

Nunmehr zu dritten Mal findet die Watches & Wonders Uhrenausstellung in Hongkong statt. Vergleichbar mit dem SIHH, der jedes Jahr in Genf stattfindet präsentierte A. Lange & Söhne auch bei dieser Ausstellung den Uhrenkennern aus Asien und des pazifischen Raumes seine wundervollen Zeitmesser.

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Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass A. Lange & Söhne hier insgesamt vier Uhren exklusiv vorstellt, die neu in der Kollektion sind.

1815 Chronograph Boutique Edition

Diese Uhr hatte ich bereits intensiv vorgestellt, wurde sie doch vorab veröffentlicht.

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A. Lange & Söhne präsentiert die 1815 CHRONOGRAPH in einer exklusiven Gehäuse-Zifferblatt-Kombination. Das Sondermodell in Weißgold zeichnet sich durch blaue Ziffern und eine Pulsometerskala aus. Es ist ausschließlich in den weltweit 16 Boutiquen von A. Lange & Söhne erhältlich. 1815 CHRONOGRAPH in Weißgold Seit 2010 steht die 1815 CHRONOGRAPH für die ideale Verbindung von klassischem Design und fortschrittlicher Technik. Das Zifferblatt erinnert mit seinen arabischen Ziffern und der Minuterie im „Chemin de fer“-Stil an die begehrten Taschenuhren von A. Lange & Söhne. Anlässlich des 200. Geburtstags von Ferdinand Adolph Lange, der Sachsen im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der Feinuhrmacherei machte, stellt die traditionsreiche Manufaktur eine Sonderedition des Chronographen vor. Das tiefblau bedruckte, argentéfarbene Zifferblatt aus massivem Silber ist auf dem Außenring mit einer umlaufenden Pulsometerskala versehen.

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Mit ihrer Hilfe lässt sich die Pulsfrequenz bestimmen. Dazu stoppt man die Zeit, die vergeht, während man 30 Pulsschläge zählt. Über den Chronozentrumzeiger lässt sich auf einer Skala dann die Frequenz in Schlägen pro Minute direkt ablesen. Im Zeigermaterial spiegelt sich die Farbkombination des Zifferblatts wider: Stunden- und Minutenzeiger sind aus rhodiniertem Gold gefertigt. Chronozentrumzeiger, Minutenzähler und Zeiger der kleinen Sekunde bestehen aus gebläutem Stahl.

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Das Chronographenkaliber L951.5 ist mit Kolonnenradschaltung, Stufenschnecke für den exakt springenden Minutenzähler und komfortabler Flyback-Funktion ausgestattet. Es verfügt über eine Gangreserve von 60 Stunden. Für beste Gangwerte sorgt eine große Exzenter-Unruh, die von einer freischwingenden Unruhspirale aus eigener Fertigung angetrieben wird.

1815 „200th Anniversary F. A. Lange“ in Honiggold

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Mit einer zweiten exklusiven Jubiläumsedition ehrt A. Lange & Söhne den vor 200 Jahren geborenen Ferdinand Adolph Lange. Das limitierte 1815-Sondermodell verbindet ein Gehäuse aus Honiggold mit einem Argenté-Grainé-Zifferblatt aus massivem Silber. Die 1815 „200th Anniversary F. A. Lange“ aus Honiggold ist auf 200 Exemplare limitiert. Im Jahr 2015 feiert A. Lange & Söhne den 200. Geburtstag von Ferdinand Adolph Lange. Ihm zu Ehren wurde bereits im Februar die Jubiläumsedition 1815 „200th Anniversary F. A. Lange“ aus Platin mit schwarzem Zifferblatt präsentiert. Mit einer zweiten Version setzt A. Lange & Söhne dem Gründer der sächsischen Feinuhrmacherei jetzt ein weiteres Denkmal in Form eines außergewöhnlichen Zeitmessers. Seine charakteristischen Merkmale: ein Zifferblatt mit einer speziellen Oberflächenveredelung und ein Gehäuse aus einer innovativen Goldlegierung.

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Das massiv silberne Zifferblatt der neuen 1815 „200th Anniversary F. A. Lange“ erhielt eine feinstrukturierte Grainé-Versilberung. Mit der handwerklichen Dekoration, die an die versilberten Zifferblätter historischer Beobachtungsuhren und Marinechronometer erinnert, zeigt die sächsische Manufaktur eine seltene traditionelle Finish-Technik.

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Das aus 188 Teilen bestehende Handaufzugskaliber L051.1 verfügt über eine Gangreserve von 55 Stunden. In jedem Detail repräsentiert es die von A. Lange & Söhne zu neuen Höhen geführte sächsische Uhrmacherkunst. Die wesentlichen Kennzeichen der Uhr sind die Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber, der handgravierte Unruhkloben, die klassische Schraubenunruh, die Feineinstellung des Abfalls mit seitlicher Stellschraube und Schwanenhalsfeder sowie fünf verschraubte Goldchatons, die von thermisch gebläuten Stahlschrauben gehalten werden.

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Das 40 Millimeter große Gehäuse aus Honiggold trägt eine gravierte Nummerierung zwischen 001/200 und 200/200, welche die 1815 „200th Anniversary F. A. Lange“ als limitierte Edition ausweist.

KLEINE LANGE 1 in blauem Gewand

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Mit blau hinterlegtem Perlmuttzifferblatt zeigt die KLEINE LANGE 1 im 36 Millimeter großen Rot- oder Weißgoldgehäuse die feminine Seite der berühmten Designikone von A. Lange & Söhne.

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Auf der Watches & Wonders im September 2015 präsentiert die sächsische Uhrenmanufaktur die KLEINE LANGE 1 in zwei neuen Varianten. Um den zartblauen, tiefgründigen Farbeffekt zu erreichen, wurde das massiv silberne Zifferblatt bei beiden Modellen mit einem blauen Fond versehen und mit einer dünnen Perlmuttschicht belegt. Bei der Rotgoldvariante sorgt das Zifferblatt in Kombination mit rotgoldenen Appliken und einem feinstrukturierten Band aus beigem Kalbsleder für ein harmonisches Zusammenspiel von Materialien und Farben.

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Das Modell im Weißgoldgehäuse erhält durch die Appliken aus rhodiniertem Gold und ein auf den Blauton des Zifferblatts abgestimmtes Kalbslederband eine kühlere Ausstrahlung.

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Technisch bietet die KLEINE LANGE 1 alles, was auch den modernen Klassiker so begehrt macht. Dazu gehören das handwerklich finissierte Manufakturkaliber mit dreitägiger Gangreserve und das zum Signet der Marke gewordene Großdatum.

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Die mit dem Glashütter Bandschliff versehene Dreiviertelplatine aus Neusilber, die von thermisch gebläuten Schrauben gehaltenen Goldchatons und die Schwanenhalsfeinregulierung auf dem handgravierten Unruhkloben machen die Uhr auch werkseitig zum exklusiven Schmuckstück.

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Zwei neueSAXONIA-Modelle

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A. Lange & Söhne ergänzt die kürzlich überarbeitete SAXONIA-Uhrenfamilie um zwei neue Modelle. Gemeinsames Kennzeichen der klassischen Dreizeigeruhren im 37 Millimeter großen Gehäuse aus Weiß- oder Rotgold ist das Zifferblatt in edlem Grau.

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Beide Varianten sind ausschließlich in den weltweit 16 Boutiquen von A. Lange & Söhne erhältlich. Die 37 Millimeter große SAXONIA in Rotgold und Weißgold mit grauem Zifferblatt Seit über 20 Jahren hat die SAXONIA einen festen Platz im Repertoire der sächsischen Manufaktur.

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Das kontinuierlich erweiterte Spektrum reicht von der eleganten Zweizeigeruhr bis zu Modellen mit raffinierten Kalender- oder Chronographen-funktionen. Erst im Januar stellte A. Lange & Söhne auf der Genfer Uhrenmesse SIHH das subtil modifizierte Zifferblattdesign der SAXONIA-Familie vor. Eine neu gestaltete Minuterie verleiht dem Zifferblatt eine ebenso klare wie harmonische Ausstrahlung.

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Doppelte Stabappliken bei 3, 6, 9 und 12 Uhr und minimal verlängerte Minutenindizes geben der Linie einen markanteren Look. Sowohl das Rotgold- als auch das kühler wirkende Weißgoldgehäuse bringen das graue Zifferblatt wirkungsvoll zur Geltung.

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Im Inneren arbeitet das bewährte Lange-Handaufzugskaliber L941.1 mit einer maximalen Gangautonomie von 45 Stunden. Das aufwendig von Hand vollendete Uhrwerk zeigt alle klassischen Merkmale Lange’scher Uhrmacherkunst, allen voran den von Hand gravierten Unruhkloben, der jedes Exemplar zum unverwechselbaren Unikat macht.

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Datograph Auf & Ab vs. Blaues Wunder

Wunder gibt es immer wieder –  zwei Meisterwerke sächsischer Ingenieurskunst
Die Loschwitzer Elbbrücke in Dresden, im Volksmund auch „Blaues Wunder“ genannt, ist ein Meisterwerk sächsischer Ingenieurskunst. Seit 1893 verbindet die Brücke die Dresdner Villenviertel Loschwitz und Blasewitz. Die Spannweite von 280 Metern war zur Bauzeit eine Weltsensation. Rund 100 Jahre später war Dresden erneut Schauplatz für eine Weltpremiere sächsischer Ingenieurskunst. Die Uhrenmarke A. Lange & Söhne präsentierte mit dem Datograph einen Chronographen in bisher nicht gekannter Präzision und Ästhetik. Im Jahr 2012 kam der Nachfolger dieses Modells in den Handel: der Datograph  Auf & Ab. Für A. Lange & Söhne war dies ein willkommener Anlass, ihn und das „Blaue Wunder“ gemeinsam in Szene zu setzen.20120618-170257Während Uhrensammler den Datograph als eines der schönsten Uhrwerke der Welt bezeichnen, gilt das „Blaue Wunder“ als bekannteste und schönste Brücke Sachsens. Die Dresdner haben ihr diesen inoffiziellen Namen kurz nach ihrem Bau gegeben – zum einen für ihre außergewöhnliche Konstruktion, die keine Strompfeiler in der Elbe benötigt, zum anderen aufgrund ihrer hellblauen Farbe. Die Eisenbrücke wird von über 100.000 Nieten zusammengehalten. Über die genaue Anzahl wird immer wieder spekuliert. Beim Datograph Auf & Ab hingegen ist die genaue Zahl seiner Einzelteile bekannt: 451 Komponenten präsentieren sich in vollkommener handwerklicher Veredelung durch Gravuren, Schliffe und Polituren beim Blick durch den Saphirglasboden.20120618-170324Der Datograph Auf & Ab besticht durch die neue Gangreserveanzeige bei der „6“. Sie verrät, wie viel von der auf 60 Stunden verlängerten Gangreserve noch zur Verfügung steht. Mithilfe seines raffinierten Flyback-Mechanismus sind unmittelbar auf- einander folgende Zeitmessungen möglich. Das gleichseitige Dreieck, gebildet durch Großdatum, Minutenzähler und kleine Sekunde, unterstreicht die Ästhetik des Chronographen und gewährleistet eine perfekte Ablesbarkeit.20120618-170312Ästhetische Präzision ist auch das Stichwort für das „Blaue Wunder“. Selbst nach 120Jahren schwebt das Bauwerk als historisches Wahrzeichen sächsischer Ingenieurskunst über der Elbe und gilt als eines der beliebtesten Ausflugsziele und Fotomotive für Reisende aus aller Welt.20120618-170344

A. Lange & Söhne – Datograph Flyback

A. Lange & Söhne steht seit jeher für Zeitmesser feinster Qualität. Und so verwundert es nicht, dass Lange auch einen der komplexesten Mechanismen anbietet, den man in eine Armbanduhr integrieren kann: den Chronographen. Die Chronographen-Ära der Neuzeit begann bei A. Lange & Söhne im Jahr 1999, also gut fünf Jahre nach der Präsentation der ersten Kollektion der Neuzeit im Dresdner Schloss, mit dem Modell Datograph Flyback.

IMG_0111In diesem Chronographen ist in der Rückansicht das hauseigene und höchst sehenswerte Kaliber L951.1 zu sehen.60110607LangeSohneDatographUpDownPassionHorlogere[1]Die Kaliberbezeichnung deutet darauf hin, dass A. Lange & Söhne bereits kurz nach der Präsentation der ersten Kollektion im Jahr 1995 mit der Entwicklung dieses Kalibers begonnen hat. Bis zur Präsentation der Uhr im Jahr 1999 vergingen vier arbeitsintensive Jahren, denn dieses Kaliber musste von Grund auf neu, quasi auf einem weißen Blatt Papier konstruiert werden.Kaliber-L951-Datograph-A-Lange-Soehne[1]

Seit der Präsentation des Modells im Jahr 1999 ist es zu einem Sinnbild klassischer mechanischer Chronographen geworden. Der Datograph Flyback war ein echter Dauerläufer im Programm bei A. Lange & Söhne. Nicht weniger als 13 Jahre gab es den Datographen unverändert, wohl aber in verschiedenen und teilweise sehr seltenen Varianten, bis er im Jahr 2012 durch das Modell Datograph Flyback Auf & Ab ersetzt worden istSetWidth1680-Lange-Datograph-Auf-Ab-Up-Down-Platin-Platinum-405035-B1[1]In diesem Artikel soll es um die Geschichte wie um die verschiedenen Varianten des Datographen gehen. Auf die technischen Finessen bin ich an anderer Stelle bereits eingehend eingegangen

Die technischen Finessen des Datographen

1999 – der Datograph Flyback Referenz 403.035

Im Jahr 1999 präsentierte A. Lange & Söhne den ersten eigenen Chronographen in einer Armbanduhr. Und was für einen…! Die Präsentation glich einem Paukenschlag.alange_4[1]

Optisch wie technisch wusste dieses Modell von Anfang an zu überzeugen. Ich habe selten ein Uhrenmodell gesehen, welches so einhellig gelobt worden ist.

Der Datograph Flyback wurde im Platingehäuse mit schwarzem Blatt aus massivem Silber und Totalisatoren in Silber präsentiert. Der Name sagt schon etwas über die Funktionen aus: „Dato-“ steht für das stilbildende Lange-Großdatum und „-graph“ für die Chronographenfunktion, die einen Flyback-Mechanismus, ein Schaltrad, sowie einen exakt springenden Minutenzähler beinhaltet.A_Lange_&_Söhne_Datograph-Perpetual_RS[1]

Das Uhrwerk besteht aus 405 Einzelteilen und ist beeindruckend schön.1390151795678[1]Zudem gab es den Datographen auch mit einem Platinband in der Referenznummer 453.135. Dieses Band war abnehmbar und konnte gegen ein Lederband getauscht werden.A.-Lange-Soehne-Datograph-512x384[1]

Später wurde dieses abnehmbare Band durch ein festsitzendes Metallband ersetzt. Dieses war nicht mehr abnehmbar. Diese Variante trug die Referenz 453.035.A-Lange-Sohne-403-435[1]

2000 – das Einzelstück mit blauem Blatt

Im Jahr 2000 wurde für einen hochrangigen Mitarbeiter der VDO Mannesmann, der damaligen Besitzergesellschaft von Lange (A. Lange & Söhne gehörte zusammen mit der IWC und Jaeger LeCoultre zur LMH-Gruppe, die wiederum zu VDO Mannesmann gehörte und später an Richemont verkauft worden ist), als Einzelstück angefertigt. Es handelt sich um eine Uhr im Platingehäuse, die ein komplett blaues Zifferblatt zeigt.Lange Datograph blue dial piece unique.jpg[1](Quelle: Markus Tschopp)

2001 – das Einzelstück mit dem Silberblatt

Ein führender Mitarbeiter des Hauses A. Lange & Sohne bekam ca. 2001 ein weiteres Einzelstück des Datographen.

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(Quelle: Internet)

Dieses Einzelstück verfügt über ein Platingehäuse und über ein rhodiniertes Blatt aus massivem Silber. Auffällig ist zudem, dass der große Zeiger der Stoppsekunde nicht gebläut ist. Dies ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum weiter unten gezeigten Sondermodell „Pisa“.

2003 – der Datograph in Roségold Referenz 403.031

Im Jahr 2003 ergänzte man die Modellreihe um eine Version im Roségoldgehäuse mit schwarzem Blatt und silbernen Totalisatoren.403-031-7d[1]Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich so eine Uhr in Abhängigkeit vom Gehäusematerial wirken kann. Die roségoldene Version wirkt warm, die Platinvariante hingegen sehr sachlich.

2004 – der Datograph Limited Edition „Pisa“ Referenz 403.025X

Der Mailänder Uhrenhändler “Pisa Orlogeria” ist in gewisser Hinsicht schon bekannt für seine Lange Editionen und Einzelstücke, die er im Kundenauftrag in Glashütte hat fertigen lassen. Ein schönes Beispiel ist das einzig bekannte Tourbillon Pour Le Mérite in Edelstahl, welches an einen Kunden dieses Hauses geliefert worden ist. Ein weiteres Beispiel ist eine auf 10 Uhren limitierte Serie des Datographen, die im Jahr 2004 verkauft worden ist.9198776362_09550151c3_c[1]Dieser Datograph im Platingehäuse verfügt über ein Zifferblatt aus Silber, welches rhodiniert worden ist. Einzig die gebläuten Zeiger, allen voran der große gebläute Sekundenzeiger des Chronographen, kontrastieren etwas. Diese Sonderedition wurde mit zwei Lederbändern, einem braunen und einem blau-schwarzen Band sowie mit einem zusätzlichen massiven Platinboden verkauftLANGE S.55 308.02756403.025X 2LANGE%20DATOGRAPH%20PISA[1]

2005 – der Datograph in Rotgold Referenz 403.032

Im Jahr 2005 wurde der roségoldene Datograph Ref. 403.031 von einer rotgoldenen Version abgelöst. Außer dem Gehäusematerial änderte man auch das Blatt. Es wurde ein rhodiniertes Blatt aus massivem Silber verbaut.ORG_Focus_Result_C_1_1_l[1]Diese Variante wurde, parallel zur Platinversion mit schwarzem Blatt, bis 2012 gebaut.

2006 – die Datographen mit neuen massiven Metallbändern

Im Jahr 2006 brachte A. Lange & Söhne für die Datographen neue Metallbänder heraus. Diese waren wieder abnehmbar und zeigten ein geändertes Design.

Ref. 403.435

lns403435[1]

Ref. 403.432

403.432-a-lange-sohne-datograph-perpetual-rose-gold-bracelet[1]

2008 – der Datograph im Gelbgoldgehäuse Referenz 403.041

Etwa im Jahr 2008 brachte A. Lange & Söhne den Datographen für kurze Zeit, für ca. ein Jahr, im Gelbgoldgehäuse mit schwarzem Blatt heraus. Diese Version wurde nie in einem Lange-Katalog aufgeführt.403-041-11Man geht davon aus, dass nur um die dreißig dieser Datographen im Gelbgoldgehäuse ausgeliefert worden sind.

Besonders wertvolle Datographen

Eine so wundervollen und wertvolle Uhr wie den Datographen kann man kaum noch steigern. Es sei denn, man verziert die Uhren mit Edelsteinen. Es sind vier Referenzen bekannt. Die steinbesetzten Versionen des Datographen sind im Durchmesser 1 mm größer und 0,2 mm höher als die Standardausführungen.

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Ein Datograph im Platingehäuse mit rhodiniertem Zifferblatt. Auf dem Blatt wurden runde Diamanten mittig und im Bereich der Totalisatoren verwendet. Die Lünette wurde mit blauen Saphiren belegt.

Von dieser Uhr existiert leider kein Bildmaterial.

Referenz 815.026

Diese Variante, ebenfalls im Platingehäuse, weist ebenfalls ein rhodiniertes Blatt auf. Das Blatt dieser Uhr exakt so gestaltet wie das der Ref. 815.025. lediglich die Lünette ist hier mit baguetteförmigen Diamanten besetzt.

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Referenz 815.031

Diese Variante kommt im Roségold-Gehäuse mit schwarzem Blatt und Silber-Totalisatoren. Die Lünette ist besetzt mit Baguette-Diamanten. Auch von dieser Uhr existiert kein Bildmaterial.

Referenz 815.036

Diese Referenz wurde im Platingehäuse gefertigt und zeigt ein komplett schwarzes Zifferblatt. Dazu kommen noch schwarze Datumscheiben mit weißer Schrift. Die Lünette dieser Uhr ist mit Baguette-Diamanten besetzt.

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Diese Referenz ist für den Konzessionär Sincere in Singapur gefertigt worden.

2012 – der Datograph Auf & Ab Platin Referenz 405.035

Im Jahr 2012, nach dreizehn Jahren in der Kollektion, wurde der Datograph der ersten Generation von einem neuen Datographen abgelöst. Der Namenszusatz „Auf & Ab“ deutet auf eine Gangreserveanzeige hin, die man beim neuen Modell ergänzt hat.updown2[1]Neben dieser Ergänzung und einer optischen Auffrischung der Uhr über ein geändertes Zifferblattdesign und einen leicht vergrößerten Durchmesser der Uhr gab es weitere technische Optimierungen am Uhrwerk, auf welche ich in einem separaten Artikel eingehen werde. U.a. wurde die Gangreserve auf 60 Stunden sowie die Anzahl der Bauteile des Uhrwerkes um nahezu 50 erhöht. Das Kaliber der Auf & Ab trägt nun die Bezeichnung L951.6.Meta-KS-Registrierung-Titelbild-405-035-Datograph-Auf-Ab-M-RS-a4[1]Hier einige Detailansichten der Auf & AbALS_Datograph-Auf-Ab-Detail[1] 2015 – der Datograph Auf & Ab Rotgold Referenz 405.032

Im Jahr 2015 wurde eine rotgoldene Version des Datograph „Auf & Ab“ präsentiert, die optisch über das schwarze Blatt mit Silber-Totalisatoren sehr an die Referenz 403.031 aus dem Jahr 2003 (s.o.) erinnert.a-lange-sohne-datograph-rose-gold-watch-1[1]Eine wunderschöne Variante mit einer angenehm warmen Ausstrahlung!A.-Lange-Sohne-Datograph-Up-Down-Pink-Gold-2015-3[1] ALS_405_031_M04_a6-1500[1] A.-Lange-SIHH-2015-Datograph-AUFAB-header[1] _img[1]Der Datograph Flyback Perpetual

Eine höchst komplexe Ergänzung der klassischen Datograph-Familie ist der Datograph Perpetual. Diesen gibt es seit 2006 im der Kollektion.H6RSA[1]2006 –   der Datograph Flyback Perpetual Platin Referenz 410.025

Diese erste Version des Datographen mit ewigem Kalendarium verfügt über ein Platinggehäuse und über ein rhodiniertes Blatt.datograph-perpetual_1[1]Das Kaliber der Uhr trägt die Bezeichnung L952.1 und vereint nicht weniger als 556 Einzelteile in sich.Lange_L952_1_RS

Wie bei den ewigen Kalendarien von A. Lange & Söhne üblich muss die Mondphasenanzeige bei konstantem Betrieb der Uhr erst in 122 Jahren korrigiert werden.

Lange_L952.1[1]Es gab den Datograph Perpetual auch mit Metallband mit der Referenz 410.425.

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Diese Platinversionen waren bis 2010 in der Lange-Kollektion zu finden.

2009 – der Datograph Flyback Perpetual Weißgold Referenz 410.030

Ab 2009 war auch eine Weißgoldvariante verfügbar.410-030-d5

Diese bestach durch den sehr interessanten Kontrast zwischen dem weißen Metall des Gehäuses und dem dunklen Grau des Zifferblattes. Weniger als einhundert dieser Weißgolduhren wurden in dieser Referenz bis 2010 gefertigt.

Es gab diese Weißgolduhr auch mit einem massiven Goldband. Sie trug die Referenz 410.430 und war bis ebenfalls 2010 im Programm.

2010 – der Datograph Flyback Perpetual Rotgold Referenz 410.032

Im Jahr 2010 präsentierte A. Lange & Söhne eine optisch überholte Version des Datograph Perpetual Calendar.

410.032[1]

Die römischen Ziffern auf dem Blatt sind, ähnlich dem Design des Datographen Auf & Ab, verschwunden und durch einfache Strich-Indicés ersetzt worden. Die Uhr wirkt insgesamt frischer.SetWidth1680-Lange-Datograph-Perpetual-Rotgold-Pink-Gold-410032-B1[1] SetWidth1680-Lange-Datograph-Perpetual-Rotgold-Pink-Gold-410032-B2[1]Parallel dazu gab es noch ein Jahr lang die optischen Vorgänger in Platin und in Weißgold. Von 2011 bis 2014 gab es dann ausschließlich die rotgoldene Variante.

2015 – der Datograph Flyback Perpetual Weißgold Referenz 410.038

Auf dem SIHH 2015 wurde dann die optisch runderneuerte Weißgoldvariante der Uhr präsentiert, die erheblich der Referenz 410.030 von 2009 ähnelt, aber die Zifferblatt-Optik der neuen Lange Modelle aufweist.a-lange-sohne-datograph-perpetual-watch-2[1]

Auch eine wunderschöne Uhr aus dem Hause A. Lange & Söhne.a-lange-soehne-datographe-perpetual-cover_0[1] ALS_410_038_D01_web[1]Ich bin gespannt, wie die Geschichte des Datograph Flyback in allen seinen Varianten weitergeht. A. Lange & Söhne wird sich ganz sicher etwas einfallen lassen.

Lange 1 – automatisch

Lange 1 – automatisch

Die Lange 1 ist wohl die stilbildende Uhr der Neuzeit von A. Lange & Söhne. Bereits seit der Wiedergeburt der berühmten Glashütter Uhrenmarke im Jahr 1990 bzw. 1994 ist die Lange 1 im Programm und hat im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte die mit Abstand umfangreichste Uhrenfamilie der Marke hervorgebracht.ALS-Lange-1-watch-family[1]Die Lange 1 ist das „Gesicht“ der Marke. Sie besitzt sicher den größten Wiedererkennungswert und vereint typische Lange-Designmerkmale wie das Großdatum mit den klassischen technischen Highlights wie die Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber, die verschraubten Goldchatons, den von Hand gravierten Unruhkloben, das hochglanzpolierte Deckplättchen des Ankerrades, die gebrochenen Kanten sowie die wunderbare Verzierung der Oberflächen der Uhrwerke mit Schliffen, Gravuren und Polituren.99661-0011-hAllen Lange 1 Modellen war bis zum Jahr 2010 technisch ein gemein: der Aufzug der Uhr per Hand auf Basis des Lange Kalibers L901.0.2207_als_l901_0_lange1_rs_20thanniversary_a6_xlIm Jahr 2010 ergänzte A. Lange & Söhne dann die Lange 1-Modellfamilie durch eine Automatikuhr, welche die Bezeichnung Daymatic trägt.SetWidth1680-Lange-Lange1-Daymatic-Rotgold-Pink-Gold-320032-B1[1]2010 – die Lange 1 Daymatic

Lange ist u.a. ein Meister wenn es darum geht, Modelle technisch und funktional zu verändern, ohne dabei die klassische Optik einer Lange-Uhr zu verfremden. Die Lange 1 Daymatic ist ein wunderbares Beispiel dafür. Man muss auf dem obigen wie auf dem folgenden Bild schon zweimal hinschauen, um den Unterschied beider Uhren zu erkennen.ALS_LANGE1_DAYMATIC_VS_LANG[1]Links sieht man sie klassische Lange 1 mit ihrer Auf & Ab-Anzeige, rechts die Daymatic. Man hat die Anordnung auf dem Zifferblatt gespiegelt und die bei einem Automatikkaliber nutzlose Auf & Ab-Anzeige durch eine sehr nützliche Wochentagsanzeige ersetzt. Daher auch der Name der Uhr: Daymatic. Wie ich finde wurde das sehr toll umgesetzt. Beides sind zweifelsohne auf den optisch ersten Blick Uhren von A. Lange & Söhne. Und beide gehören zur Lange 1-Familie. Aber es sind auch jeweils eigenständige Modelle.Lange_21[1]Von der Lange 1 Daymatic erschienen im Jahr 2010 auf dem SIHH in Genf drei Versionen:

-die Ref. 320.021 im Gelbgoldgehäusea.lange_lange_1_daymatic_vorne_referenz_320.021_1[1]-die Ref. 320.032 im Rotgoldgehäuse2445312_zoom_1[1]und die Ref. 320.025 im Platingehäuse929c8fa0-c279-4d83-ab92-2276e12f6fc0[1]Die Uhr ist mit ihren 39,5 mm im Durchmesser und 10,4 mm in der Höhe sehr gut proportioniert. Sie trägt sich höchst angenehm.LS3204AD320_032_7In der Uhr versieht das optisch wie technisch sehr ansprechende Lange-Kaliber L021.1 seinen Dienst.ALS_LANGE1_DAYMATIC_L021_1[1]Es fällt sofort der filigrane, aber sehr wirkungsvolle Zentralrotor mit seiner Platin-Schwungmasse ins Auge. Das Uhrwerk ist ein echter optischer Leckerbissen.SetWidth1680-Lange-Lange1-Daymatic-Uhrwerk-movement-B5[1]LS3204AD320_032_6 LS3204AD320_032_5 Balance-A.-Lange-Söhne[1] A-Lange-Caliber-L082-1-rotor-detail[1]Dieses Kaliber vereint 426 Einzelteile in sich. 67 Lagersteine, sieben davon in Goldchatons verschraubt, fanden im L021.1 Anwendung. Das Kaliber liefert eine Gangreserve von 50 Stunden. Das Großdatum sowie die Wochentaganzeige können je über einen Korrekturdrücker (wobei der Drücker für den Wochentag versenkt ist) eingestellt werden.3470572c[1]Einige Detailaufnahmen der Lange 1 Daymatic. Das Werk verfügt über einen Sekundenstopp.LS3204AD320.032_1[1] LS3204AD320_032_3 LS3204AD320_032_2 LS3204AD320_032_4 lange1_daymatic_03[1]2012 – das Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender

Die zweite Version der Lange 1 mit einem Automatikkaliber stellt das im Jahr 2012 präsentierte Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender dar.SetWidth1680-Lange-Lange1-Tourbillon-Ewiger-Kalender-Perpetual-Calendar-720025-B1Diese Uhr zeigt in Frontalansicht, erfreulich unauffällig, alle Anzeigen eines ewigen Kalenders.ALS_LANGE_1__TOURB_PC_720_025_SIHH_2012_M_02_web_protDass es sich um ein Tourbillon handelt erkennt man erst, wenn man die Uhr wendet und sich das Uhrwerk näher betrachtet.Lange_1_Plat_Tourbillon_Perpetual_Calendar_720_025_02[1]In diesem Modell wird das Lange-Kaliber L 082.1 verwendet. 624 Einzelteile arbeiten in diesem Uhrwerk zusammen, 76 Lagersteine sorgen für einen zuverlässigen Gang.Lange-Caliber-L0821-Angleview[1] ALS_L082_1_L1_EWK_VS_RG_web_prot[1] ALS_LANGE_1_-TOURB_PC_L_082_Expl_web_prot[1]Es gibt dieses Modell in zwei verschiedenen Varianten:

-die Referenz 720.025 im Platingehäuse, auf 100 Uhren limitiert

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-und die Referenz 720.032 im Rotgoldgehäuse, die unlimitiert verkauft wird.

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2013 – Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender Handwerkskunst

Ergänzt wurde diese Version im Jahr 2013 durch die „Handwerkskunst“. Alle Handwerkskunst-Sondermodelle von Lange, derzeit vier an der Zahl, zeigen intensive handwerkliche Bearbeitung.A-Lange-Sohne-Lange-1-Tourbillon-Perpetual-Calendar-Handwerkskunst-7In vielen hundert Stunden pro Uhr wurden Gravuren auf Zifferblätter und Werkteilen angebracht. Dies macht diese Uhren zu Unikaten. Vom Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender Handwerkskunst mit der Referenz 720.048 gab es 15 Uhren im Platingehäuse.Lange-1-Handwerksunst-Tourbillon-Perpetual-Calendar[1]SetWidth1680-News-Lange-1-Tourbi-EWK-HWK-1[1]

alhandmade e2069917a2c805ddc463a91b9888fa9dA.-Lange-Sohne-Lange-1-Tourbillon-Perpetual-Calendar-Handwerkskunst-1-730x285[1]In der Uhr versieht ebenfalls das Kaliber L082.1 seinen Dienst.

Ich bin sehr gespannt, um welche Automatikmodelle A. Lange & Söhne seine Lange 1-Familie künftig ergänzen wird. Lange wird uns sicher auch mit diesen Uhren wieder zu begeistern wissen.

 

 

Ferdinand Adolph Lange zum 200. Geburtstag

Wer war Ferdinand Adolph Lange?

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Am 18. Februar 2015 jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal. Der begnadete Uhrmacher, dessen Taschenuhren noch heute sehr begehrt sind, widmete sein Leben dem Aufbau einer Uhrenmanufaktur in einer strukturschwachen Region und legte damit den Grundstein für die sächsische Feinuhrmacherei. Sein ganzes Streben sei auf die Vervollkommnung von Uhren gerichtet, schrieb Ferdinand Adolph Lange im Mai 1844 an das sächsische Innenministerium. Der Uhrmacher aus Dresden plante den Aufbau einer modernen Uhrenmanufaktur, wie er sie auf seinen Reisen in die Uhrmachermetropolen Frankreichs, Englands und der Schweiz kennengelernt hatte. Seine wichtigste Motivation dabei war es, einen Industriezweig zu schaffen, der „in der Folge Tausenden Nahrung und Wohlstand verspricht“. Denn Ferdinand Adolph Lange war nicht nur ein gebildeter Mensch, sondern auch ein tief religiöser und sozial denkender Mann. Die damals bittere Not im strukturschwachen Erzgebirge, derer die Landesregierung nicht Herr wurde, veranlasste ihn 1844 zum Handeln. In Briefen und Eingaben sowie in Gesprächen warb er so lange für sein Projekt, in Glashütte eine Uhrenfabrikation aufbauen zu können, bis ein Vertrag mit dem Königlich-Sächsischen Ministerium des Innern in Dresden zustande kam. Darin verpflichtete sich Lange, 15 Jugendliche aus Glashütte innerhalb von drei Jahren zu Uhrmachern auszubilden. Im Gegenzug sagte das Ministerium ein Darlehen von 6700 Talern zu, davon 1120 Taler zur Anschaffung von Werkzeugen für die Lehrlinge. Die Lehrlinge sollten danach fünf Jahre in Langes Betrieb arbeiten und in Wochenraten die Kosten ihrer Ausbildung zurückzahlen. Als künftige Uhrmacher traten „1 Malgehilfe, 12 Strohflechter, 4 Dienstburschen, 1 landwirtschaftlicher Gehilfe, 1 Steinbruch- und 1 Winzerarbeiter“ an, wie das erste Mitarbeiterverzeichnis ausweist. Einige der jungen Männer musste er nach kurzer Probezeit mangels Eignung zwar wieder gehen lassen, die anderen aber hielten durch und bildeten den Stamm seiner ersten Mannschaft, den er in kurzer Zeit auf 30 Berufsanfänger erweiterte. Am Anfang stand ihm –außer seinem späteren Schwager Adolf Schneider – kaum qualifiziertes Personal zur Verfügung.

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Dem Sohn des Büchsenmachers Samuel Lange, der am 18. Februar 1815 in Dresden geboren wurde, lag seine Karriere nicht in der Wiege. Früh trennte sich die Mutter von dem als „Mann mit rauem Charakter“ beschriebenen Vater. Eine andere Familie nahm sich des intelligenten Jungen an, förderte ihn und brachte ihn als Lehrling beim renommierten Hofuhrmacher Johann Christian Friedrich Gutkaes unter.

7e893d84224f2dd95e96276d940f0d75Eine glückliche Entscheidung, wie sich bald zeigte. Denn dem Meister fiel nach kurzer Zeit nicht nur die überdurchschnittliche manuelle Geschicklichkeit, sondern auch der ungewöhnliche Ehrgeiz des Jungen auf, es weiter zu bringen als für einen Uhrmacher in Dresden damals üblich. Lange besuchte während seiner Lehre die gerade im Aufbau befindliche Polytechnische Schule und lernte in den Abendstunden Englisch und Französisch. Sein Plan stand früh fest, dass er nur in den damaligen Zentren der hochentwickelten Uhrmacherkunst – in Frankreich, der Schweiz und England – seine Kenntnisse erweitern werde. Denn die kreative Uhrmacherei, die im Zeitalter der Renaissance noch im deutschsprachigen Raum – in Nürnberg, Augsburg, Schaffhausen und Straßburg – ihren Platz hatte, war nach London und Paris abgewandert. Im Umfeld glanzvollen höfischen Lebens, aber

auch auf der Suche nach immer genaueren Zeitmessern für die militärische wie zivile Seefahrt, erfuhr die Uhrmacherei dort eine nachhaltige staatliche Förderung.
Ferdinand Adolph Lange packte 1837, drei Jahre nach seiner Dresdner Lehrzeit, sein Bündel, ließ sich von Meister Gutkaes eine Empfehlung in sein Skizzen- und Wanderbuch schreiben und trat in Paris in die Dienste des berühmten Chronometermachers Joseph Thaddäus Winnerl.

b2112f0fc6355e6c509fe3f6eea183afDieser war einer der besten Schüler von Abraham Louis Breguet gewesen. Kurzum: Aus einem geplanten Studienaufenthalt wurden drei Jahre, in denen Lange bis zum Werkführer aufstieg. Schließlich musste er sogar die Bitte Winnerls ausschlagen, in dessen Betrieb zu bleiben, denn auf seinem Reiseplan standen noch England und die Schweiz.

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In dieser Zeit füllte sich sein berühmtes Skizzen- und Wanderbuch mit Uhrwerks- und Detailzeichnungen und mathematisch fundierten Verhältnisberechnungen für Räder und Triebe. Ferdinand Adolph Lange war kein Freund des Prinzips von „trial and error“, von Probieren, Irren und Korrigieren, das damals in weiten Teilen noch die uhrmacherische Arbeit bestimmte und gleichbleibende, reproduzierbare Qualitäten unmöglich machte. Mit der festen Absicht, dies zu ändern, kehrte er in die Kunstuhrenfabrik von Gutkaes zurück, heiratete 1842 dessen Tochter Charlotte Amalie Antonia und wurde Teilhaber und uhrmacherischer Motor in der Werkstatt des Schwiegervaters. In dieser entstanden damals Präzisionsregulatoren für Sternwarten. Einer davon, er trägt die Nummer 32 und steht heute im Genfer Musée d’histoire des sciences, gab von einer Schweizer Sternwarte aus dem Uhrenland Schweiz rund 60 Jahre lang die genaue Zeit an. Neben seiner Entscheidung für das metrische System hatte Lange noch eine weitere entscheidende Erkenntnis von seiner Reise mitgebracht. Sie ist in einem Brief festgehalten, den er im Januar 1844 an den sächsischen Geheimen Regierungsrat von Weißenbach schrieb, um erstmals für sein Glashütter Projekt um Unterstützung zu werben: „Mit der gefälligen Form der Schweizer Zylinderuhr vereinige ich die große Dauer und die längst erkannte Genauigkeit der sehr teuren, aber dabei unbequemen englischen Ankeruhr.“ Der legendäre Glashütter Ankergang sollte einmal sein Markenzeichen werden. Und hier wurde auch sein künftiges Arbeitsprinzip deutlich: Er war stets ein Verbesserer und Perfektionist. Sein Skizzen- und Wanderbuch gibt davon Zeugnis.

Ferdinand Adolph Lange selbst schrieb 1851 über seine bisherigen Leistungen an die Landesregierung: „Mein erster und entscheidender Schritt war ein Maß zu konstruieren, um mit größter Genauigkeit jedwedes berechnete Verhältnis im kleinsten Maßstab auszuführen. Ihm folgten meine Arbeiten über die Verhältnisse der Triebe und Stücke und der betreffenden Maschinen, ich stellte endlich die Grundsätze fest, die dem Standpunkt der Wissenschaft entsprechend bei dem Bau der Uhren und der Konstruktion der Hemmungen zu befolgen sind, und brachte Ordnung und einen sicheren Gang, wo bisher oft nur Willkür, Vorurteil und Widerspruch geherrscht hatten. Das sind die Früchte von zwanzig Jahren angestrengten Denkens und Arbeitens, ein Teil deren hat praktische Anwendung in unserer Fabrik gefunden und macht, dass unsere Uhren gut sind, viel aber, wozu es nun Zeit wäre, ist noch unausgeführt.“

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Glashütte, das verarmte Erzgebirgsstädtchen, das 1845 seine frühere Blüte als Bergwerksort aufgrund der silberhaltigen „Glaserz“-Funde längst hinter sich hatte, war lediglich durch die einmal wöchentlich verkehrende Postkutsche und eine kaum befahrbare Straße mit der Welt verbunden. Wenn der des Lesens unkundige Kutscher kam, leerte er den Sack aus und jeder konnte sich seine Post heraussuchen. Gänsetümpel und Misthaufen prägten das Ortsbild. Lange richtete hier eine Werkstatt ein, unterwies seine Lehrlinge, baute eine erste Produktion auf, konstruierte gleichzeitig bessere Maschinen für die präzise Teilefertigung, führte die Korrespondenz und erledigte die

Buchhaltung. Seine Tochter Emma berichtete von gelegentlichen Zusammenbrüchen des bis spät nachts arbeitenden Mannes, der sein ganzes Vermögen, das seiner Frau und sogar Preisgelder für uhrmacherische Auszeichnungen in den immer wieder bedrohten Anfang steckte.

c64b88fad882073f67bae8821590b18cDoch sein weitsichtiges Konzept nahm Gestalt an: Neben seiner eigenen Firma wuchsen in Glashütte, dessen Infrastruktur er auch als Bürgermeister 18 Jahre lang entscheidend verbesserte, viele kleine Spezialwerkstätten für Steine-, Schrauben-, Räder-, Federhaus-, Unruh- oder Zeigerherstellung. Gehäusemacher, Vergolder, Guillocheure und drei weitere Manufakturen, die ihm teilweise zuarbeiteten, entstanden mit seiner Förderung, oft gegründet von Leuten, die zuvor durch seine Ausbildung gegangen waren. Hunderte von sicheren und gut bezahlten Arbeitsplätzen wandelten die Not bald in bescheidenen Wohlstand. Langes Betrieb, dessen Belegschaft selten 100 Beschäftigte überstieg, blieb der Nukleus der deutschen Feinuhrmacherei, die in und um Glashütte aufwuchs. Mit der von seinem Freund Karl Moritz Großmann 1878 initiierten „Deutschen Uhrmacherschule“ (DUS) nabelte sich Glashütte sowohl in der praktischen wie auch in der theoretischen Ausbildung seines Nachwuchses völlig von der Schweiz und von Frankreich ab und festigte seinen Ruf als deutsches Zentrum der Feinuhrmacherei. Als Ferdinand Adolph Lange am 3. Dezember 1875 mit nur 60 Jahren überraschend starb, hinterließ er seinen Söhnen und Enkeln nicht nur einen florierenden Betrieb und

eine stolze Reihe internationaler Auszeichnungen, sondern der Region Glashütte eine sichere wirtschaftliche Zukunftsperspektive. Die Stadt hat ihm dafür 1895 ein Denkmal gesetzt. Ferdinand Adolph Lange hat die Feinuhrmacherei nach Deutschland zurückgeholt und grundlegend reformiert. Seine Konstruktionen mit erstmals exakt berechneten Laufwerksteilen, einem neuen Gestellaufbau mit Dreiviertelplatine, der speziellen Glashütter Ankerhemmung und Kompensationsunruh, Feinreguliereinrichtungen oder Spiralen mit speziellen Endkurven repräsentieren den höchsten Standard der Uhrenfertigung.

f137e5054fb58fbfc654d6544e5aa404Die Präzisionsuhren von A. Lange & Söhne erzielen heute bei Auktionen Höchstpreise, darunter Stücke von größter Kompliziertheit. Sie bewahren für den Liebhaber der mechanischen Zeitmessung die Philosophie eines Mannes, der Uhrengeschichte, aber auch ein Stück sächsische Geschichte mitgeschrieben hat. Die neuen Uhren mit dem Signet „A. Lange & Söhne“ aus Glashütte tragen diesen hohen Anspruch in die Zukunft weiter.

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A. Lange & Söhne – expandiert

Am 26. August 2015 weihte A. Lange & Söhne den lange erwarteten Neu- bzw. Erweiterungsbau ein.

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Wer die Entwicklung der Marke A. Lange & Söhne in den letzten zwei Jahrzehnten beobachtet hat der kann verstehen, dass dieser Erweiterungsbau dringend notwendig wurde. Die Uhrenmarke trägt mit diesem Plus von 5.400 Quadratmetern dem Wachstum und dem Streben nach großer Fertigungstiefe Rechnung.

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Das neue Gebäude ist mit dem bisherigen Lange 2- Gebäude über einen verglasten Steg verbunden, so dass man problemlos von dem einen in das andere Gebäude gelangen kann.

Zur Eröffnung des Gebäudes hatte sich politische Prominenz angesagt: die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel kam ebenso wie auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tilich.

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Die Kanzlerin zeigte sich nicht nur vom Neubau beeindruckt. Vor allem war sie von den Zeitmessern der Marke A. Lange & Söhne angetan. Und von den menschen, die hinter dieser Marke stehen.

A.LANGE & SÖHNE Manufactory Inauguration 26.08.2015 with Angela Merkel - Glashuette - Photographer: Ben Gierig

A.LANGE & SÖHNE Manufactory Inauguration 26.08.2015 with Angela Merkel - Glashuette - Photographer: Ben Gierig

A.LANGE & SÖHNE Manufactory Inauguration 26.08.2015 with Angela Merkel - Glashuette - Photographer: Ben Gierig

Nach einer kurzen Rede der Kanzlerin und anderen Honoratioren wurde das neue Gebäude offiziell eingeweiht.

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Was für ein Tag auch für Walter Lange mit seinen 91 Jahren. Ob er sich das hätte vorstellen können im Jahr 1990, als er die Marke wieder gegründet hat?

A.LANGE & SÖHNE Manufactory Inauguration 26.08.2015 with Angela Merkel - Glashuette - Photographer: Ben Gierig

Neben der Funktionalität kann sich das neue Gebäude auch optisch sehen lassen.

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Doch auch technisch bietet das neue Gebäude neueste Technik. Z.B. führen Erdwärmebohrungen bis in über 120 m Tiefe für einen CO2-neutralen Betrieb.

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Hier alle Daten und Fakten des neuen Lange-Gebäudes auf einen Blick

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Reinhard Meis – Feine Uhren aus Sachsen

Nachdem ich mich in diesem Blog in den letzten Wochen verstärkt mit der Marke und den Uhren von A. Lange & Söhne beschäftigt habe möchte ich es nicht verpassen, auch eine Literaturempfehlungen zu diesem Thema zu geben. Uhrenbücher, wenn sie gut gemacht werden, sind auch immer ein Genuss. Sie steigern die Lust auf die Uhren an sich und etwas Information zur Geschichte einer Marke wie auch eines Modells runden den Eindruck wunderbar ab.

Reinhard Meis ist vielen sicher eine bekannter Autor. Er hat schon mehrere Bücher zum Thema „Uhren aus Glashütte“ verfasst, aber auch zur IWC u.v.w. . Der vorliegende Sammelband ist ein tolles Werk für all diejenigen Menschen, die sich für die Uhren aus Glashütte interessieren und auch etwas in die Geschichte eintauchen wollen.

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A. Lange & Söhne wurde ein Band des Werkes gewidmet, der Entwicklung der Uhrenindustrie in Glashütte der andere Band.

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Ich fange mit dem zweiten Band an, in dem es um die Uhrendynastie A. Lange & Söhne geht. In schönen Bildern wird die Entwicklung dieser Marke umfassend dargestellt. Außerdem werden auch wesentliche Uhren, Technologien, Personen und Patente beschrieben.

Los geht es mit den Taschenuhren aller Art, von ganz einfachen Modellen bis hin zu den Komplikationen in 1A Qualität.

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Beobachtungsuhren, auch ein wichtiges Feld bei A. Lange & Söhne, werden auch eingehend behandelt.

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Nicht zuletzt  wird auch die Neuzeit von A. Lange & Söhne beschrieben. Zusätzlich werden die Uhrwerke im Detail auch in ihrer Funktion beschrieben. Eine tolle Ergänzung zu den Katalogen und zur Lange Homepage.

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Am Ende dieses Bandes sind die wichtigsten Patente von A. Lange & Söhne zusammengestellt. Toll, was man sich vor ettlichen Jahrzehnten bereits in Glashütte so hat alles einfallen lassen!

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Im anderen, dem ersten Band, geht es um die ersten hundert Jahre Uhrenindustrie in Glashütte. Es werden alle wesentlichen Marken aus Glashütte gezeigt und deren Entwicklung wie auch die Uhren beschrieben. Hoch interessant geschrieben und in tollen Bildern, wie im anderen Band auch, dargestellt ist diese Lektüre für jeden Uhreninteressierten ein Genuss!

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Diese zwei Bände sind eine tolle Vorbereitung auf eine Reise nach Glashütte und Dresden. Vor Ort kann man sich dann einen eigenen Eindruck machen und die Gegend wie auch die Marken auf sich wirken lassen. Derart vorbereitet ist auch ein Besuch im Uhrenmuseum eine ganz tolle Sache!

Ich kann dieses Werk von Reinhard Meis nur wärmstens empfehlen! Es ist eine Bereicherung für eine jede Bibliothek!

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Viel Spaß bei der Lektüre und in Glashütte wie auch Dresden!

Pour Le Mérite von Peter Chong

Als passionierter Uhrensammler und begeisterter Fan der Marke A. Lange & Söhne erreichte mich gerade eine Neuwerwerbung für meine Bibliothek. Und das Buch, um das es hier geht, ist ein ganz besonderes Werk.

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Es handelt sich um ein Buch von einem Lange Enthusiasten für Lange Enthusiasten. Peter Chong, vielen Uhrenfans gut bekannt, ist ein begeisterter Uhrensammler aus Singapur. Und er ist auch der Autor zahlreicher Internet-Artikel und eben dieses Buches.

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Das hier beschrieben Buch behandelt die Uhren von A. Lange & Söhne aus Glashütte, die den Zusatz Pour Le Mérite tragen. Es handelt sich um Uhren, die über einen Antrieb über Schnecke und Kette verfügen und somit über eine sehr gleichmässige Kraftübertragung zwischen Federhaus und Räderwerk. Diese Technologie ist bekannt aus alten Beobachtungs- und Borduhren und Marinechronometern.

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Das faszinierende Detail von Kette und Schnecke umfasst über 300 Einzelteile:

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Peter Chongs tolles Buch behandelt aber nicht nur die Pour Le Mérite-Modelle. Vielmehr fasst es die jüngere Geschichte der Marke A. Lange & Söhne zusammen. Und so startet des Buch auch mit dem Neuanfang der Marke Anfang der 90´er Jahre des letzten Jahrhunderts, mit Persönlichkeiten wie Walter Lange, Günter Blümlein und Hartmut Knothe.

Gegliedert ist das Buch in vier hochinteressante Kapitel

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Dabei ist jeder Band durchgehend nummeriert, die gesamte Auflage also limitiert

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Und selbstverständlich darf auch ein Grusswort von Walter Lange nicht fehlen

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Walter Lange steht als Persönlichkeit für die Marke A. Lange & Söhne wie kein Zweiter. Und so handelt dieses Buch auch von ihm

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Wie bereits weiter oben erwähnt erzählt dieses Buch die jüngere Geschichte der Marke A. Lange & Söhne, sprich also den Neuanfang, welcher im Oktober 1994 wieder Realität wurde. Und so lautet das erste Kapitel des in deutscher und englischer Sprache verfassten Buches auch „Die Wiedergeburt“

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Toll ist, dass die wesentlichen Mitarbeiter der ersten Stunde ebenso vorgestellt werden wie die Überlegungen der damaligen Protagonisten, wie man die Marke A. Lange & Söhne wiederbeleben könnte. Dabei kann man wunderbar miterleben, wie es damals gewesen sein muss

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Das zweite Kapitel heisst „Wir haben die Ehre“

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In diesem geht es um die Modelle von A. Lange & Söhne, die mit dem Zusatz „Pour Le Mérite“ geadelt worden sind und die sich durch besondere technische Finessen auszeichnen.

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Reich bebildert werde die bislang vier vorgestellten Pour Le Mérite Modelle schön vorgestellt

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Peter Chong ist zweifelsohne ein Lange-Insider. Das kann man sehr schön auch an dem Buch und an den Inhalten erkennen

Das dritte Kapitel widmet sich einigen Persönlichkeiten rund um die Marke A. Lange & Söhne. Es trägt den Titel „Die wahren Kenner“

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Dabei werden nicht nur Mitarbeiter und Macher von Lange vorgestellt. Vielmehr sind es die Sammler und Enthusiasten, die hier zu Wort kommen

Das vierte Kapitel dieses Buches zeigt etwas, was man eher selten zu Gesicht bekommt. In diesem Teil des Buches wird ein Tourbillon Pour Le Merite Stück für Stück zerlegt und Teile wie auch deren Funktion erklärt. Das Kapitel heißt „Demontage“

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Im Anhang des Buches, ganz am Ende, findet der Leser noch tolle Informationen rund um die Pour Le Mérite Modelle. Datenblätter, Auktionsergebnisse u.v.m. runden den höchst interessanten Inhalt des Buches ab.

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Ein wirklich schöne Neuzugang für meine Bibliothek! Und nicht nur etwas für Lange-Freunde!

Das Buch wird von Peter Chong höchst selbst vertrieben. Man erreicht Peter Chong per E-Mail: chongp@gmail.com

Das Buch kostet in der DeLuxe Version 780 Singapur-Dollar, umgerechnet etwas über 400 Euro. Zugegeben ist das viel Geld für ein Buch. Aber dieses Werk ist tatsächlich jeden Cent wert!

Eine klare Kauf- und Leseempfehlung von mir!

Well done Pete!