Datograph Auf & Ab vs. Blaues Wunder

Wunder gibt es immer wieder –  zwei Meisterwerke sächsischer Ingenieurskunst
Die Loschwitzer Elbbrücke in Dresden, im Volksmund auch „Blaues Wunder“ genannt, ist ein Meisterwerk sächsischer Ingenieurskunst. Seit 1893 verbindet die Brücke die Dresdner Villenviertel Loschwitz und Blasewitz. Die Spannweite von 280 Metern war zur Bauzeit eine Weltsensation. Rund 100 Jahre später war Dresden erneut Schauplatz für eine Weltpremiere sächsischer Ingenieurskunst. Die Uhrenmarke A. Lange & Söhne präsentierte mit dem Datograph einen Chronographen in bisher nicht gekannter Präzision und Ästhetik. Im Jahr 2012 kam der Nachfolger dieses Modells in den Handel: der Datograph  Auf & Ab. Für A. Lange & Söhne war dies ein willkommener Anlass, ihn und das „Blaue Wunder“ gemeinsam in Szene zu setzen.20120618-170257Während Uhrensammler den Datograph als eines der schönsten Uhrwerke der Welt bezeichnen, gilt das „Blaue Wunder“ als bekannteste und schönste Brücke Sachsens. Die Dresdner haben ihr diesen inoffiziellen Namen kurz nach ihrem Bau gegeben – zum einen für ihre außergewöhnliche Konstruktion, die keine Strompfeiler in der Elbe benötigt, zum anderen aufgrund ihrer hellblauen Farbe. Die Eisenbrücke wird von über 100.000 Nieten zusammengehalten. Über die genaue Anzahl wird immer wieder spekuliert. Beim Datograph Auf & Ab hingegen ist die genaue Zahl seiner Einzelteile bekannt: 451 Komponenten präsentieren sich in vollkommener handwerklicher Veredelung durch Gravuren, Schliffe und Polituren beim Blick durch den Saphirglasboden.20120618-170324Der Datograph Auf & Ab besticht durch die neue Gangreserveanzeige bei der „6“. Sie verrät, wie viel von der auf 60 Stunden verlängerten Gangreserve noch zur Verfügung steht. Mithilfe seines raffinierten Flyback-Mechanismus sind unmittelbar auf- einander folgende Zeitmessungen möglich. Das gleichseitige Dreieck, gebildet durch Großdatum, Minutenzähler und kleine Sekunde, unterstreicht die Ästhetik des Chronographen und gewährleistet eine perfekte Ablesbarkeit.20120618-170312Ästhetische Präzision ist auch das Stichwort für das „Blaue Wunder“. Selbst nach 120Jahren schwebt das Bauwerk als historisches Wahrzeichen sächsischer Ingenieurskunst über der Elbe und gilt als eines der beliebtesten Ausflugsziele und Fotomotive für Reisende aus aller Welt.20120618-170344

A. Lange & Söhne – Kaliber L044.1 Closeup

A. Lange & Söhne ist bekannt für technisch und vor allem optisch sehr interessante Uhrwerke. Die Marke betreibt eine echte Manufaktur, in der von der Konstruktion über den Prototypenbau bis hin zur umfassenden Handarbeit bei der Fertigung der Uhrteile alles „in house“ gemacht wird.

Und daher möchte ich hier einige Closeup-Fotografien des Kaliber L044.1 der Richard Lange „Pour Le Mérite“ zeigen. Anhand dieser Bilder kann man die hohe Qualität und die Ästhetik der Uhrwerke von A. Lange & Söhne anschaulich erkennen.

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Dieses Kaliber gehört zu den aufwändigsten, die Lange fertigt. Die Richard Lange „Pour Le Mérite“ ist sicher nicht die komplizierteste Uhr von Lange, wohl aber eine der interessantesten Uhren. 279 Einzelteile wirken in diesem Uhrwerk zusammen. Die Kraftübertragung vom Federhaus zur Hemmung geschieht, wie bei allen Pour Le Mérite-Uhren von Lange, über eine Kette und Schnecke. Alleine die Kette, 24 cm lang und 0,6mm x 0,3mm in den Abmessungen, setzt sich aus 636 Einzelteilen zusammen.

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Mehr zum Mechanismus der Kette und Schnecke habe ich hier in diesem Blog geschrieben:

Kette und Schnecke

Hier nun einige Closeups dieses wunderbaren Uhrwerks aus dem Hause Lange

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Lange baut tatsächlich kleine mechanische Kunstwerke, bei denen die Anzeige der Zeit fast zur Nebensache wird.